Schulungen der Landesfachstelle

Queerer Familiencampus

Der Queere Familien-Campus richtet sich an Fachkräfte aus familiennahen Arbeitsfeldern, die ihre Kompetenzen im Umgang mit Regenbogenfamilien stärken möchten. Ziel der Schulungen ist es, Wissen über die Lebensrealitäten queerer Elternschaften zu vermitteln, Handlungssicherheit zu fördern und eine  diskriminierungssensible Praxis zu unterstützen. 

In interaktiven Formaten erhalten die Teilnehmenden nicht nur Einblick in die Herausforderungen und Bedarfe von Regenbogenfamilien, sondern auch konkrete Unterstützung für ihre berufliche Praxis.

Wenn du dir weitere Themen wünschst, lass es uns gerne wissen.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos und finden online statt.

Antworten auf Queerfeindlichkeit im Schulalltag - Strukturen schaffen und empowern

Jede Schule spiegelt die Gesellschaft im Kleinen. Queerfeindlichkeit zeigt sich nicht nur im Fußballstadion oder in der Politik, sondern auch im Schulalltag: im Klassenraum, auf dem Pausenhof und im Kollegium. Oft entsteht sie aus Überforderung und Unsicherheit, noch häufiger aufgrund von Vorurteilen, fehlendem Wissen oder mangelnden Begegnungen.

Der Workshop greift die Frage auf, was Schule konkret zum Schutz und zur Stärkung queerer Kinder und Jugendlicher, sowie Kinder aus queeren Familien tun kann. Vorgestellt werden erprobte Strategien im Umgang mit Queerfeindlichkeit, Möglichkeiten zur Entwicklung unterstützender Strukturen sowie Handlungsoptionen im Umgang mit Widerstand. Auch Fragen rund um Coming-out-Prozesse im schulischen Kontext werden thematisiert.

Neben fachlichem Input bietet der Workshop Raum für Austausch, Reflexion und das Erproben konkreter Handlungsmöglichkeiten. Erfahrungen aus über zehn Jahren Schulalltag als queere Lehrkraft fließen praxisnah in die Veranstaltung ein.

Magnus Osterkamp ist Referent für „Gender und Diversität“, bekam 2024 den Deutschen Lehrkräftepreis und lebt mit seinem Mann und seinem Sohn im Herzen des Münsterlands.

Alle Familien Willkommen? - Regenbogen- und queere Familien in der Beratungsarbeit mitdenken

Die Schulung richtet sich an Fachkräfte, die ihre Beratungsarbeit inklusiver und queerfreundlicher gestalten möchten.

Neben dem Kennenlernen von grundlegenden Begrifflichkeiten rund um sexuelle und geschlechtliche (Familien-) Vielfalt, erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die Lebenssituationen und besonderen Bedarfe von vielfältigen queeren Familien/Regenbogenfamilien. Aufbauend auf diesem Wissen, bietet die Schulung Raum zur Reflexion der eigenen Haltung sowie der bestehenden Strukturen und Angebote in der eigenen Beratungsstelle.

Ziel der Schulung ist es, einen grundlegenden Überblick über Bedarfe und Herausforderungen von Regenbogenfamilien/queeren Familien sowie erste Impulse für eine queersensible Öffnung der eigenen Beratungspraxis zu erlangen.

Anna-Lena Pohlmann (sie/ihr) ist Sozialarbeiterin/-pädagogin und systemische Familienberaterin und arbeitet in der AWO Fachstelle Regenbogenfamilien in Düsseldorf.

Queere Familienvielfalt in der Kita

Regenbogenfamilien sind schon lange Teil des Kita-Alltags. Aber sind Kitas tatsächlich auf queere Familienvielfalt eingestellt und werden Kinder aus Regenbogenfamilien ganz selbstverständlich mitgedacht?

Fühlst du als Fachkraft dich handlungssicher im Umgang mit Kindern aus Regenbogenfamilien und ihren Eltern und weißt, wie du auf die Bedürfnisse queerer Familien eingehen kannst?

Diese Schulung vermittelt Basis-Wissen über die Vielfältigkeit queerer Familienrealitäten. Was sind Regenbogenfamilien und was brauchen sie? Wie und an welchen Stellen können Regenbogenfamilien ihren Platz in der Kita finden und selbstverständlich sichtbar werden – vom Leitbild über die Konzeption bis zum Morgenkreis. Wie können Kita-Teams ihr Denken und Handeln verändern, um Diskriminierung entgegenzuwirken? Und wie wird Kita queer-inklusiv?

Die Schulung ist eine praxisnahe Mischung aus Fach-Input, Beispielen, Fragen, kollegialem Austausch sowie Kleingruppenarbeit.

Ursula Neumann (Pronomen: sie) ist Diplom-Soziologin, Organisationsberaterin und Coach mit dem Schwerpunkt Kita-Management und Organisationsentwicklung. Sie lebt mit Frau und Tochter im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Vom Wissen ins Handeln: Trans* und nichtbinäre Elternschaft in der geburtshilflichen Versorgung

Du weißt, was Geschlechtsdysphorie bedeutet. Du kennst die Grundbegriffe. Du hast dich damit auseinandergesetzt, welche Sprache du in der Praxis verwenden willst.

Und trotzdem gibt es Momente, in denen du nicht weißt, was du tun sollst: wenn eine Person mit Testosteron fragt, ob sie stillen kann. Wenn jemand mit Mastektomie schwanger ist und das Milchdrüsengewebe zurückkommt. Wenn ein trans* Mann im Kreißsaal deadgenamed wird – und du danebenstehst.

Dieses Aufbaumodul setzt dort an, wo die Grundlagen aufhören.

Bei dieser Fortbildung geht es darum, was das in der konkreten Versorgungssituation bedeutet: Wenn jemand schwanger wird, während er noch Testosteron nimmt. Wenn eine Person nach der Mastektomie im Wochenbett Milch produziert – und das niemand erwartet hat. Wenn du merkst, dass eine Untersuchung kippt und du nicht weißt, was du tun sollst.

In zwei Stunden sprechen wir über Hormontherapie und Kinderwunsch, über Kryokonservierung und was der Prozess für Betroffene bedeutet, über das Spektrum von Dysphorie und Euphorie in der Schwangerschaft, über alle relevanten Stillszenarien – und darüber, wie du queer*sensibles Arbeiten in dein Team und deinen Alltag trägst.

Wir hören direkt denen zu, die es betrifft: mit O-Tönen aus Studien, Blogs und Erfahrungsberichten – weil die eigenen Worte der Betroffenen mehr sagen als jede Fachliteratur.

Isi Schwager (keine Pronomen) ist Hebamme, hat die Hebammengemeinschaft Kunterbunt als Anlaufstelle für queere* Familien in Mainz gegründet und ist Gründungsmitglied des Fortbildungskollektivs Queer*sensible Geburtshilfe. Des Weiteren ist Isi auf Beckenboden und Bauchgesundheit spezialisiert und selbst Mama in einer Regenbogenfamilie.

Queersensible Rechtsberatung von Regenbogenfamilien

Text zu Veranstaltung folgt

Text zur Referent*in folgt

Wenn ich nicht vorkomme, dann bin ich nicht da! – Queere Familienvielfalt in Kinderbüchern

Wie sichtbar sind unterschiedliche Familienrealitäten in Kinderbüchern – und warum ist das so wichtig? 

In dieser Schulung stehen Vielfalt, Repräsentation und Teilhabe im Mittelpunkt. Denn Familien – und damit die Lebensrealitäten von Kindern – sind bunt: Regenbogen- bzw. queere Familien, Mehrelternfamilien, Familien mit trans* oder nichtbinären Eltern, Ein-Eltern-Familien und viele weitere Lebensformen prägen unsere Gesellschaft. Diese Vielfalt sollte sich selbstverständlich auch in Geschichten für Kinder wiederfinden.

Die Schulung gibt Impulse dazu, wie „Vorkommen“ gestaltet werden, denn die Präsenz queerer Familienmodelle stärkt Kinder aus Regenbogenfamilien in ihrem positiven Selbstbild und legt für alle anderen Kinder einen wichtigen Grundstein für eine offene und vielfältige Gesellschaft – gerade in Zeiten, in denen demokratiefeindliche Tendenzen Vielfalt und queere Familienformen zunehmend in Frage stellen oder sogar angreifen.

Die Schulung ist eine praxisnahe Mischung aus Input, Inspiration und Buchtipps für queersensible Kinderliteratur für Kita, Grundschule und Kindernbibliothek. Zudem besteht Raum für Diskussion, Reflexion und kollegialen Austausch.

Heike Kasch ist Dipl. Sozialwissenschaftlerin, Anti-Bias Trainerin, Fachkraft Rechtsextremismus (Prävention & Intervention) und arbeitet in der Integrationsagentur der Diakonie Düsseldorf zu den Themen diskriminierungs- und rassismuskritische Strategien und Medien.

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